Für TVBs & DMOs
Destinationsmarketing &
Direktmarketing verbinden
TVBs und DMOs im Alpenraum stehen vor einer strukturellen Frage: Booking.com vermarktet ihre Destination effektiv — aber auf Kosten der Betriebe und der regionalen Wertschöpfung. Was kann eine Destination koordiniert dagegen tun?
Die Ausgangslage
Das Dilemma des Destinationsmarketings
Destinationen investieren in Markenaufbau, Bildwelten und Kampagnen — und Booking.com erntet die Konversion. Ohne koordiniertes Direktmarketing auf Betriebsebene fließt die Wertschöpfung aus der Region ab.
Zentrale Erkenntnis: Destinationsmarketing und Direktmarketing sind kein Widerspruch — sie verstärken sich gegenseitig. Die Destination zieht an, der Betrieb schließt ab. Ohne koordiniertes Direktmarketing auf Betriebsebene subventioniert das DMO-Budget den OTA-Erfolg.
Forschungslücke
Keine Regionaldaten vorhanden
Alle verfügbaren Studien arbeiten mit europäischen Durchschnittswerten. Belastbare Primärdaten zum OTA-Abfluss auf Destinationsebene (Tirol, Salzburg, Südtirol, Schweiz) fehlen bisher vollständig. Diese Initiative erhebt sie erstmals — und TVBs können als Forschungspartner aktiv beitragen.
Jetzt Daten beitragen →TVB Digitalisierung Lösungen
4 Hebel für DMOs & TVBs
Was eine Destination koordiniert leisten kann, was kein Einzelbetrieb alleine schafft.
Destination anmelden
Als Destinationspartner erhalten TVBs und DMOs regionale Studienergebnisse vorab, Zugang zu koordinierten Direktmarketing-Ressourcen und werden in der Initiative sichtbar.
Sofortmaßnahmen
Was TVBs heute ohne Budget umsetzen können
Drei Maßnahmen mit hohem Hebeleffekt für die gesamte Destination — ohne zusätzlichen Budgetbedarf.
GBP-Audit für alle Mitgliedsbetriebe
Erheben Sie den Google-Business-Profile-Status aller angeschlossenen Betriebe. Erfahrungsgemäß haben 40–60% ein unvollständiges Profil. Ein koordinierter Workshop zur GBP-Optimierung kostet einen halben Tag und wirkt dauerhaft auf KI-Sichtbarkeit und organischen Traffic.
GBP-Checkliste für Betriebe →Schema.org-Markup-Workshop
Strukturierte Daten entscheiden, ob Betriebe in Google AI Mode, ChatGPT und Perplexity vorkommen. Ein einmaliger Workshop mit allen interessierten Betrieben — auch ohne technisches Vorwissen umsetzbar. Die Investition: ein halber Tag. Der Effekt: dauerhaft bessere KI-Sichtbarkeit für die gesamte Destination.
Schema.org Anleitung für Hotels →Content-Netzwerk aufbauen
Koordinieren Sie einen wöchentlichen Social-Content-Austausch zwischen Betrieben: Wer hat was gepostet, was hat funktioniert? Ein TVB-gesteuerter Kanal, der Betriebscontent teilt und verstärkt, multipliziert die Reichweite ohne Mehraufwand für die einzelnen Betriebe.
Micro-Influencer-Strategie →Praxisbeispiel
Südtirol: Destinationsmarketing als Direktbuchungs-Enabler
Südtirol gilt im alpinen Raum als Vorzeigeregion für koordiniertes Destinationsmarketing. Die starke regionale Marke ("Südtirol – das Beste der Alpen") schafft Begehrlichkeit, die koordinierte digitale Strategie leitet Gäste zunehmend in Direktkanäle. Ergebnis: Südtirol liegt beim OTA-Anteil deutlich unter dem österreichischen Durchschnitt.
Disclaimer: Belastbare aktuelle Regionaldaten für Südtirol liegen noch nicht vor — dies ist einer der Datenpunkte, die im Rahmen dieser Initiative erhoben werden.
Mehr zu Tourismus Südtirol →Häufige Fragen
Was TVBs und DMOs am häufigsten fragen
TVBs und DMOs haben drei wirksame Hebel: 1) Koordiniertes Direktmarketing auf Destinationsebene — gemeinsame E-Mail-Listen, einheitliche Buchungswidgets, Bestpreisgarantie-Kampagnen. 2) KI-Sichtbarkeit für die gesamte Destination durch strukturierte Daten (Schema.org), FAQ-Content und gepflegte Google Business Profile aller angeschlossenen Betriebe. 3) Datenbasis schaffen: Ohne belastbare Zahlen zum OTA-Abfluss auf Regionsebene fehlt politischer Druck und Budgetlegitimation. Die Initiative Tourismus neu denken erhebt genau diese Daten.
Destinationsmarketing positioniert die gesamte Region als Marke und zieht potenzielle Gäste an. Direktmarketing eines Einzelbetriebs konvertiert diese Gäste ohne OTA-Provision direkt. Beides ist notwendig — aber in der Praxis agieren DMO und Betriebe oft unkoordiniert. TVBs die beide Ebenen verbinden (Destination als Marke + Betrieb als Direktvermarkter) erzielen den größten Effekt: Die Destination zieht an, der Betrieb schließt ab — ohne Provision an eine Plattform.
TVB Digitalisierung umfasst bisher meist Website-Relaunch, Social Media und Google Ads. Der nächste Schritt, den die meisten TVBs noch nicht gegangen sind: KI-Sichtbarkeit. Google AI Mode, ChatGPT und Perplexity beantworten Reisefragen bereits direkt — ohne Klick auf eine Website. Destinationen und Betriebe, die kein strukturiertes Schema.org-Markup, keine FAQ-Seiten und kein gepflegtes Google Business Profile haben, werden in diesen Antworten nicht genannt. Das ist ein struktureller Nachteil, der wächst.
Belastbare Regionaldaten für den alpinen Ferientourismus gibt es bisher nicht — das ist die zentrale Forschungslücke, die die Initiative Tourismus neu denken schließt. Auf Österreich-Ebene schätzen wir auf Basis von Statistik Austria (2025) und Mordor Intelligence (2024) einen Provisionsabfluss von 800 Mio. bis 1,1 Mrd. Euro jährlich. Für alpine Ferienregionen wie Tirol, Salzburg oder Südtirol, wo internationale Gäste mit 74%+ überwiegen, ist der OTA-Anteil erfahrungsgemäß überdurchschnittlich hoch.
TVBs können als Forschungspartner die anonyme Betriebsbefragung unter ihren Mitgliedern aktiv kommunizieren und damit den Datenbeitrag aus ihrer Region erhöhen. Als Gegenleistung erhalten Destinationspartner: regionale Auswertungen vorab (vor der öffentlichen Veröffentlichung), Nennung als Kooperationspartner, Zugang zu koordinierten Direktmarketing-Ressourcen. Kontakt: office@agentur-circle.at.
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