Für TVBs & DMOs

Destinationsmarketing &
Direktmarketing verbinden

TVBs und DMOs im Alpenraum stehen vor einer strukturellen Frage: Booking.com vermarktet ihre Destination effektiv — aber auf Kosten der Betriebe und der regionalen Wertschöpfung. Was kann eine Destination koordiniert dagegen tun?

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Die Ausgangslage

Das Dilemma des Destinationsmarketings

Destinationen investieren in Markenaufbau, Bildwelten und Kampagnen — und Booking.com erntet die Konversion. Ohne koordiniertes Direktmarketing auf Betriebsebene fließt die Wertschöpfung aus der Region ab.

Ohne Koordination
Destination baut Markenbegehrlichkeit auf
Gast sucht auf Booking.com und bucht dort
15–25% Provision verlässt die Region
Betrieb hat keine Gästedaten
DMO finanziert OTA-Erfolg mit Steuergeldern
Mit Koordination
Destination baut Markenbegehrlichkeit auf
Gast findet Betrieb direkt über KI-Suche, GBP
Direktbuchung: 2–5% Kosten statt 15–25%
Betrieb baut eigene Gästedatenbank auf
Wertschöpfung bleibt in der Destination

Zentrale Erkenntnis: Destinationsmarketing und Direktmarketing sind kein Widerspruch — sie verstärken sich gegenseitig. Die Destination zieht an, der Betrieb schließt ab. Ohne koordiniertes Direktmarketing auf Betriebsebene subventioniert das DMO-Budget den OTA-Erfolg.

49%
OTA-Anteil Österreich gesamt (Mordor Intelligence 2024)
75–76%
OTA-Marktanteil Booking.com allein (WIFO 2025)
>1 Mrd.
EUR Provisionsabfluss AT p.a. (Modellrechnung)
74%
Auslandsgästeanteil AT — hoher OTA-Nutzungsgrad

Forschungslücke

Keine Regionaldaten vorhanden

Alle verfügbaren Studien arbeiten mit europäischen Durchschnittswerten. Belastbare Primärdaten zum OTA-Abfluss auf Destinations­ebene (Tirol, Salzburg, Südtirol, Schweiz) fehlen bisher vollständig. Diese Initiative erhebt sie erstmals — und TVBs können als Forschungspartner aktiv beitragen.

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TVB Digitalisierung Lösungen

4 Hebel für DMOs & TVBs

Was eine Destination koordiniert leisten kann, was kein Einzelbetrieb alleine schafft.

1

Koordiniertes Direktmarketing auf Destinationsebene

TVBs können als Koordinationsdrehscheibe agieren: gemeinsame E-Mail-Kampagnen für die gesamte Destination, einheitliche Buchungswidget-Infrastruktur für alle angeschlossenen Betriebe, koordinierte Bestpreiskommunikation seit EU Digital Markets Act 2025. Was kein Einzelbetrieb mit 20 Zimmern alleine wirtschaftlich umsetzen kann, wird auf Destinationsebene leistbar.

Praxisbeispiel aus Südtirol: Koordinierte Destinationsmarketing-Strategie mit konsequenter Direkt­buchungsförderung hat den OTA-Anteil in einigen TVB-Gebieten auf unterdurchschnittliche 30–35% gedrückt — während der österreichische Schnitt bei 49% liegt.

E-Mail-KoordinationBuchungsinfrastrukturBestpreiskampagnenEU DMA 2025
2

KI-Sichtbarkeit für die gesamte Destination

Google AI Mode, ChatGPT und Perplexity beantworten Reisefragen bereits direkt — ohne Klick auf eine Website. Wer in diesen Antworten vorkommt, bestimmt, wer gebucht wird. Eine Destination, die ihre Betriebe bei Schema.org-Markup, Google Business Profile und strukturiertem FAQ-Content unterstützt, baut einen kollektiven Sichtbarkeitsvorteil auf, den keine OTA-Plattform so leicht kopieren kann.

TVBs können hier als Enabler wirken: Workshop-Angebote zu Schema.org-Markup, GBP-Audit für alle Mitgliedsbetriebe, koordinierte FAQ-Content-Strategie auf Destinations- und Betriebsebene.

Schema.org MarkupGoogle Business ProfileFAQ-ContentGoogle AI Mode
3

Betriebe als Micro-Influencer der Destination aktivieren

Der Hotelier, der den Morgenschnee zeigt. Die Hüttenbesitzerin mit dem Alphornblick. Authentischer Content von Betrieben ist glaubwürdiger als jede DMO-Kampagne — weil die Person wirklich vor Ort lebt. TVBs die ihren Betrieben Koordination, einfache Content-Frameworks und Reichweiten­verstärkung geben, bauen ein dezentrales Influencer-Netzwerk auf, das teurer Makro-Influencer-Strategie überlegen ist.

Micro-Influencer (5.000–50.000 Follower) erzielen im alpinen Tourismus 3–8% Engagement gegenüber 1–2% bei Makro-Influencern. Betriebe selbst haben noch höhere Glaubwürdigkeit als externe Creator.

Micro-Influencer NetzwerkContent-KoordinationReichweitenverstärkungAuthentizität
4

Datenbasis schaffen und politisch nutzen

Ohne belastbare Zahlen zum OTA-Abfluss auf Regionsebene fehlen TVBs die Argumente gegenüber Landesregierungen, Wirtschaftskammern und EU-Institutionen. Wie viel verlässt Tirol jährlich als Provision? Wie hoch ist der Stornoquoten-Schaden? Welche Betriebe sind besonders exponiert?

Die Initiative Tourismus neu denken erhebt erstmals belastbare Primärdaten im alpinen Ferientourismus. TVBs die als Forschungspartner beitreten, erhalten die regionalen Ergebnisse exklusiv vorab — als Grundlage für politische Arbeit und Betriebsberatung.

PrimärdatenRegionale AuswertungPolitische AdvocacyForschungspartnerschaft

Destination anmelden

Als Destinationspartner erhalten TVBs und DMOs regionale Studienergebnisse vorab, Zugang zu koordinierten Direktmarketing-Ressourcen und werden in der Initiative sichtbar.

office@agentur-circle.at →

Sofortmaßnahmen

Was TVBs heute ohne Budget umsetzen können

Drei Maßnahmen mit hohem Hebeleffekt für die gesamte Destination — ohne zusätzlichen Budgetbedarf.

GBP-Audit für alle Mitgliedsbetriebe

Erheben Sie den Google-Business-Profile-Status aller angeschlossenen Betriebe. Erfahrungsgemäß haben 40–60% ein unvollständiges Profil. Ein koordinierter Workshop zur GBP-Optimierung kostet einen halben Tag und wirkt dauerhaft auf KI-Sichtbarkeit und organischen Traffic.

GBP-Checkliste für Betriebe →

Schema.org-Markup-Workshop

Strukturierte Daten entscheiden, ob Betriebe in Google AI Mode, ChatGPT und Perplexity vorkommen. Ein einmaliger Workshop mit allen interessierten Betrieben — auch ohne technisches Vorwissen umsetzbar. Die Investition: ein halber Tag. Der Effekt: dauerhaft bessere KI-Sichtbarkeit für die gesamte Destination.

Schema.org Anleitung für Hotels →

Content-Netzwerk aufbauen

Koordinieren Sie einen wöchentlichen Social-Content-Austausch zwischen Betrieben: Wer hat was gepostet, was hat funktioniert? Ein TVB-gesteuerter Kanal, der Betriebscontent teilt und verstärkt, multipliziert die Reichweite ohne Mehraufwand für die einzelnen Betriebe.

Micro-Influencer-Strategie →

Praxisbeispiel

Südtirol: Destinationsmarketing als Direktbuchungs-Enabler

Südtirol gilt im alpinen Raum als Vorzeigeregion für koordiniertes Destinationsmarketing. Die starke regionale Marke ("Südtirol – das Beste der Alpen") schafft Begehrlichkeit, die koordinierte digitale Strategie leitet Gäste zunehmend in Direktkanäle. Ergebnis: Südtirol liegt beim OTA-Anteil deutlich unter dem österreichischen Durchschnitt.

Disclaimer: Belastbare aktuelle Regionaldaten für Südtirol liegen noch nicht vor — dies ist einer der Datenpunkte, die im Rahmen dieser Initiative erhoben werden.

Mehr zu Tourismus Südtirol →

Häufige Fragen

Was TVBs und DMOs am häufigsten fragen

TVBs und DMOs haben drei wirksame Hebel: 1) Koordiniertes Direktmarketing auf Destinationsebene — gemeinsame E-Mail-Listen, einheitliche Buchungswidgets, Bestpreisgarantie-Kampagnen. 2) KI-Sichtbarkeit für die gesamte Destination durch strukturierte Daten (Schema.org), FAQ-Content und gepflegte Google Business Profile aller angeschlossenen Betriebe. 3) Datenbasis schaffen: Ohne belastbare Zahlen zum OTA-Abfluss auf Regionsebene fehlt politischer Druck und Budgetlegitimation. Die Initiative Tourismus neu denken erhebt genau diese Daten.

Destinationsmarketing positioniert die gesamte Region als Marke und zieht potenzielle Gäste an. Direktmarketing eines Einzelbetriebs konvertiert diese Gäste ohne OTA-Provision direkt. Beides ist notwendig — aber in der Praxis agieren DMO und Betriebe oft unkoordiniert. TVBs die beide Ebenen verbinden (Destination als Marke + Betrieb als Direktvermarkter) erzielen den größten Effekt: Die Destination zieht an, der Betrieb schließt ab — ohne Provision an eine Plattform.

TVB Digitalisierung umfasst bisher meist Website-Relaunch, Social Media und Google Ads. Der nächste Schritt, den die meisten TVBs noch nicht gegangen sind: KI-Sichtbarkeit. Google AI Mode, ChatGPT und Perplexity beantworten Reisefragen bereits direkt — ohne Klick auf eine Website. Destinationen und Betriebe, die kein strukturiertes Schema.org-Markup, keine FAQ-Seiten und kein gepflegtes Google Business Profile haben, werden in diesen Antworten nicht genannt. Das ist ein struktureller Nachteil, der wächst.

Belastbare Regionaldaten für den alpinen Ferientourismus gibt es bisher nicht — das ist die zentrale Forschungslücke, die die Initiative Tourismus neu denken schließt. Auf Österreich-Ebene schätzen wir auf Basis von Statistik Austria (2025) und Mordor Intelligence (2024) einen Provisionsabfluss von 800 Mio. bis 1,1 Mrd. Euro jährlich. Für alpine Ferienregionen wie Tirol, Salzburg oder Südtirol, wo internationale Gäste mit 74%+ überwiegen, ist der OTA-Anteil erfahrungsgemäß überdurchschnittlich hoch.

TVBs können als Forschungspartner die anonyme Betriebsbefragung unter ihren Mitgliedern aktiv kommunizieren und damit den Datenbeitrag aus ihrer Region erhöhen. Als Gegenleistung erhalten Destinationspartner: regionale Auswertungen vorab (vor der öffentlichen Veröffentlichung), Nennung als Kooperationspartner, Zugang zu koordinierten Direktmarketing-Ressourcen. Kontakt: office@agentur-circle.at.